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Bremen 27. Janr 1855,
Mein theurer August,
Hoffentlich hat sich bei Dir die Sorge um Deine lieben Kinder schon bedeutend vermindert wenn Dir diese Zeilen eingehändigt werden; Gott wolle Euch in Seinen gnädigen Schutz nehmen und Alles zum Besten hinausführen. – Grüß die lieben Kleinen viel tausendmal von mir & sag ihnen ich gedächte ihrer sehr häufig. –
Statt um 4 Uhr fuhr ich gestern erst um halb fünf fort, ging dann zu Fuß beim Graßbrook über die Elbe und setzte nachher in einem über. Auf jener Seite wird ein klarer Fluß mitten im Eise noch offen gehalten. Von Harburg ging es um 3/4 auf acht weg & ich langte hier wohlbehalten um 3/4 auf sieben an. Auf den Rath von George Gorrissen ging ich nach Hillmann’s Hotel wo man sehr gut aufgehoben ist mit der Ausnahme daß die eisernen Oefen immer im Augenblick kalt werden & keine Kohle halten. – Ich legte mich noch etwas hin und machte mich dann etwa um halb eilf Uhr auf den Weg p. Droschke sonst hätte ich lange laufen können. Zuerst n/ Kirschfeldt wo ich ihn sah; J. Gorrissen war schon weg also konnte der mich nicht introduciren & das war auch ganz gut denn Langes legten mir denn auch im Augenblick alle Klagen vor; ich stand vor dem halb auf seinem Bock sitzenden Hartlaub & dem Consul deckte seine bedrohte aber dadurch meine Flanke. ha ha Da hatten sie mich so recht in der Klammer & meinten: so mein Junge nun sollst du mal herhalten. Also folgt nun Conversation. –
der Senator. (S.) Consul. (C.) ich (E.)
S. Freut mich sehr Sie hier zu sehen; sehen gesund aus Clima wohl nicht so schlecht. Herr G. C. Oelrichs.
C. Freut mich &c &c
E. Antwort auf Beides –
S. Sie werden schon gehört haben, daß 4000 S. Reis in Singapore verkauft sind; da wird auch nicht viel bei herauskommen, sehe garnicht ein warum das geschehen ist weil man uns noch dazu mittheilt daß die Qualität recht gut fällt
E. So viel wie ich weiß fällt die Qualität sehr mittelmäßig voll von Käfern, wodurch es nicht rathsam zu viel nach hier zu senden. –
S. Wir hätten das Quantum lieber im Schiff. Leider muß ich Ihnen die Unregelmäßigkeiten dringend erwähnen welche in Ihren Buchungen vorkommen; wir gehen niemals accordo; da haben wir nun aber den Saldo Ihrer Rechn.|1. Bogen, 2. Seite| an Herrn Behn remittirt und nun zieht Ihr Haus wider dagegen! Dann trassiren Sie 3000 £ auf Hambros nachdem der Credit schon erschöpft ist. Da alle Authorisation zum Accept solcher Tratten fehlte so war die Folge davon daß sie einen Tag aufgesprochen wurden. Dieses traf nun gerade mit dem Wechsel auf F. Huth & Co. zusammen & wenn es nun auch durch die Antwort dieser Herren aufgeklärt worden ist, so kann ich Ihnen doch nicht verhehlen daß Geschehenes einen recht unvortheilhaften Eindruck macht ja daß Hambros mir privatim geschrieben haben & mir ausgesprochen daß sie ihr Haus mit einigem Mistrauen ansehen! – Wollte Ihr Haus gegen den Privatbrief trassiren so hätten Sie eine Post davon schreiben müssen dann würden wir die nöthigen Vorkehrungen getroffen haben um Annahme zu sichern.
E. Es wird Ihnen bekannt sein daß, will man seine Wechsel gegen baar Geld verkaufen, man sie gegen einen Privatbrief ausstellen muß, daher der Schritt meines Hauses der aber freilich so wie er geschehen nicht zu billigen ist. Es soll nicht wieder geschehen.
S. Dann haben Sie noch solch einen großen Posten C : Rs nach Akyab gesandt wofür 15000 Ks ganz genügt hätten. Für den Tabacksankauf konnten Sie für u/ Rechnung damals noch nichts remittirt haben weil Sie noch garnicht wußten daß solcher für unsere Rechnung valediren solle. –
E. Das läßt sich nicht immer so genau abpassen und wer konnte denn auch erwarten daß d. N. so lange ausbleiben würde. –
S. Ja das ist ganz recht, allein es hätte doch wohl mit mehr Umsicht geschehen können. Da haben Sie nun auch Gewürze angekauft an denen wir noch immer Geld verlohren haben; es ist nur eine Kleinigkeit aber warum nicht lieber Reis im Schiff lassen als solche Artikel wählen!
E. Man kann nicht immer wissen wie sich Preise später gestalten werden, so liegt Reis gleichfalls im Argen d. h. man kann unter jetzigen Verhältnissen ebenso viel verlieren als gewinnen; kommt Friede geht’s schlecht bleibts beim Kriege so verdienen wir &c.
S. Meine Meinung ist daß Reis unter allen Umständen Aufmerksamkeit verdient, denn der Consum bleibt sehr bedeutend, so daß selbst eine Mehranfuhr von Getreide dem Artikel selber nicht schaden könne. –
E. Wenn dies in Erfüllung geht so bin ichs schon zufrieden.|1. Bogen, 3. Seite|
S. Ihr Haus schreibt uns daß es noch ein Schiff für Reis aufnehmen wolle und ist uns das ganz recht mehr aber möchten wir nicht. –
E. Dahin geht auch meine Ansicht; wir müssen im Geschäft bleiben thun aber wohl besser beim Kriege uns nun mäßig zu betheiligen. –
S. Ja ganz recht. Da liegen bei Ihnen noch immer Korbflaschen die wir auf Ihren Wunsch für Cocosoel hinaussandten die aber nun wohl nach & nach ihre Korbbeflechtung durch Würmer verlieren werden.
E. Herr S. die Flaschen passen nicht für Oel sie sind zu dünn und können dem Arbeiten des Oels nicht widerstehen.
S. Nun es ist nur eine Kleinigkeit wir wünschen sie aber gern beendet; suchen Sie die Flaschen mit Oel hierher zu spediren. –
Da trat ein Jüngling herein der meldete die A. & Meline sei am 28 Novb in Melbourne angekommen & darüber kam unser Gespräch zu Ende. – An der Börse suchte ich ihn auch auf, wo wir über Consulats Angelegenheiten deliberirten. Siemssen & Carlowitz machen sich furchtbare Concurrenz wegen des Consulates; ich unterstützte Siemssen, dem auch H. wohl will. Ich sprach ihm noch meinen Dank aus über seine freundliche Vermittelung. Schmidt scheint uns denn so recht nach Herzens‘s Lust Schaden zu thun wo & wann er kann; eine erbärmliche Seele entwickelte sich da in diesem Jüngling. Du mein lieber August hast auch sehr viel Mühe von meinem Consulat gehabt, mehr wie ich eigentlich glaubte und da dankte ich Dir noch vielmals so recht dafür! Ich undankbarer Mensch nun laß es mich jetzt mit doppeltem Nachdruck einholen. Es werden neue Consulats Reglements in Bremen ausgearbeitet von denen ich eines sogleich erhalten habe. Ich soll morgen um 2 Uhr beim Senator essen. Auch Quentell hat mich soeben eingeladen auf den selben Tag; ich schlug ihm Dienstag vor woraus er sieht daß ich gern komme. Diese Herren waren recht freundlich; ihre Reisladungen haben sie verkauft mit der Bedingung daß sie nicht von BM&Co. n/ China dirigirt würden! Damit wird’s wohl nicht viel auf sich haben. Von Capitalisten sollen im nächsten Jahr noch 5 Reismühlen angelegt werden; eine solche kann ganz gut 100,000 Säcke über die Räder laufen lassen wo soll man aber 800,000 Säcke herbekommen? Von Watjen’s Ladungen soll eine zu 12/6 Pfund in England verkauft sein & zwei in Bremen à 3 $ 40 & 3 $ 60! Ein recht schöner Preis. –|1. Bogen, 4. Blatt|
Sonntag
20 Schiffe sind im Ganzen [nachträglich ergänzt: von] hier nach Akyab gesegelt wieviele aber davon verkauft sind hat mir keiner sagen können.
Wätjen traf ich nicht. – H. H. Meyer war recht freundlich & wollte von mir erfahren was mit den Waaren des Wester in der Geshar Straße verlohren geschehen sei. Er ist sehr ungehalten, daß der Rheder ihn nicht informirt. Ich sagte ihm er solle sich ein mal an R S & Co. die Bevollmächtigten der Bremer A wenden glaube aber nicht, daß diese etwas für ihn thun können weil sie keine Neigung empfinden würden auf ihren eigenen Risico Expeditionen nach dem Wrack zu unternehmen. – Clemens Caesar hatte Kopfschmerzen war aber froh mich zu sehen weil ich ihn aus der schlaffen Hingebung herausriß. Es ist noch unbestimmt ob der Caesar n/ Singapore oder Batavia & Soerabaya geht; es ist das frühere Rajastan. – Boedecker sehr freundlich meint wir würden wohl bald wieder in Correspondence treten seiner Schiffe wegen um sie dort in Indien mit Zwischenfrachten zu beschäftigen. –
Pavenstedt wohnt famös eingerichtet er lag am Drachenschuß krank.
Mädchen Spange sehr vergnügt über meinen Besuch; am Dienstag gehe ich mit ihr aus ein Kleid zu kaufen. Senator Smidt war nicht zu Hause. Heute gehe ich wieder hin, nach der Kirche. Ich will Pastor Treviranus hören & von da meine anderen Besuche machen. –
Morgen geht’s nach Vegesack & wahrscheinlich Dienstag Abend nach Hamburg, ich muß mich aber noch einmal mit dem Senator unterhalten möglich daß es sich dann bis Mittwoch Abend hinzögert. Hier ist viel Schnee gefallen.
Gott sei mit Dir mein theurer August
Dein treuer Bruder
A. Otto Meyer
Jan., Janr, Janr.Januar
p.praenominatus (lateinisch)
n., n/nach
etc, etc., &c., &ct.et cetera (lateinisch)
S.Sack
Rech., Rechn., Rechng.Rechnung
u/unser
d. h. das heißt
Nov., Novb, Novbr, Novbr.November
StAHStaatsarchiv Hamburg
StAHStaatsarchiv Hamburg622-1/65Familie Lorenz-Meyer (1724–1959)
Behn, Meyer & Co. (seit 1906: Ltd.), SingapurDas 1840 von Theodor August Behn und Valentin Lorenz Meyer gegründete Handelshaus Behn, Meyer & Co. in Singapur entfaltete eine rege Geschäftstätigkeit, vor allem in Südostasien, geriet 1857 jedoch in eine schwere Krise, die vor allem dank Arnold Otto Meyer, eines jüngeren Bruders von Valentin Lorenz Meyer, der seit 1851 zu den Teilhabern zählte und außerdem kurz zuvor eine eigene Firma Arnold Otto Meyer in Hamburg etabliert hatte, bewältigt werden konnte. In den 1880er und 1890er Jahren engagierte sich die Firma Behn, Meyer & Co. verstärkt im Schiffsgeschäft und übernahm die Vertretung namhafter Dampfschifffahrtsgesellschaften, darunter seit 1887 der Norddeutsche Lloyd in Bremen, seit 1890 die Deutsch-Australische Dampfschiffs-Gesellschaft in Hamburg und seit 1897 die Hamburg-Amerika-Linie in Hamburg. Treibende Kraft in diesem Geschäftsfeld war Franz Heinrich Witthoefft, der seit 1900 neben Eduard Lorenz Meyer und Adolf Laspe zu den drei Teilhabern zählte. 1891 wurde eine erste Niederlassung in Penang eröffnet, die sich dem Handel mit Zinn zuwandte. Im Jahr 1900 versuchte man auf den Philippinen Fuß zu fassen, 1901 wurde eine weitere Niederlassung in Sandakan (Britisch-Nordborneo) eröffnet, die zugleich als Agentur der Chartered Bank of India, Australia and China fungierte. 1906 wurde die Firma in eine britische Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt, die Behn, Meyer & Co. Ltd. mit Sitz in Singapur. Alleinige Aktionäre blieben die drei bisherigen Teilhaber, die sich künftig auf die Leitung der „Schaltzentrale“ Hamburg konzentrierten und sich in Singapur nicht länger auf Teilhaber, sondern auf angestellte Manager stützten. 1906 wurden zudem neue Niederlassungen in Cebu, Zamboanga und Ilo Ilo auf den Philippinen eröffnet sowie eine Beteiligung an der Singapore Rubber Company Ltd. in Singapur erworben, um am „Rubberboom“ partizipieren zu können. 1907 kam eine weitere Niederlassung in Bangkok (Siam) hinzu. Im Jahr darauf erfolgte die Übernahme der Handelsgesellschaft vorheen Helfferich & Rademacher mit Niederlassungen in Batavia, Surabaya, Telok Betong und Samarang in Niederländisch-Indien. 1913 gab es bei Behn, Meyer & Co. Ltd. mehr als einhundert europäische Angestellte. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam 1914 noch eine Niederlassung in Rangun (Britisch-Burma) hinzu. Vgl. ausführlich zur Unternehmensgeschichte, die aufgrund erhalten gebliebenen Überlieferungen eingehend untersucht werden kann:
Arnold Otto Meyer, Hamburg (Behn, Meyer & Co., Singapore, Penang, Manila und Sandokan)
;
Sieveking, Anfänge des Hauses Behn-Meyer & Co.
;
Sieveking, Behn-Meyer & Co.
;
Helfferich, Behn, Meyer & Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 1
;
Helfferich, Behn, Meyer & Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 2
;
Kleinsteuber, Merchants
;
Yacob, Trans-generational Renewal
;
Yacob, Rising of the Phoenix
;
Fiedler, Von Hamburg nach Singapur
.
August Behn, Hamburg
Theodor August Behn, Mitbegründer der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur, der seit 1851 nur noch stiller Teilhaber des Handelshauses war und 1852 nach Europa zurückkehrte, gründete noch im selben Jahr die Firma August Behn mit Sitz in Hamburg, die als Reederei tätig wurde. 1879 zog sich Behn als Reeder zurück. Vgl.
Helfferich, Behn, Meyer & Co. / Arnold Otto Meyer, Bd. 1
, S. 127, 129.
Joh. Lange Sohn‛s Witwe & Co., BremenDas 1642 gegründete Handelshaus Joh. Lange Sohn‛s Witwe & Co. in Bremen wurde seit 1802 von Wilhelm Heinrich Oelrichs geleitet und zählte im frühen 19. Jahrhundert zu den angesehensten in der Hansestadt. Bis dahin vor allem im Handel mit Nord-, Mittel- und Südamerika tätig, stieg die Firma in den 1830er und 1840er Jahren auch in den Handel mit Ostasien ein. Nach seiner Ausbildung in Hamburg war Theodor August Behn als Comis für Joh. Lange Sohn‛s Witwe & Co. tätig und wurde 1839 als Supercargo mit einer Handelsexpedition nach Ostasien entsandt, die er 1840 zur Gründung seines eigenen Unternehmens in Singapur nutzte, an dem sich auch Joh. Lange Sohn‛s Witwe & Co. beteiligten. Der Bankier Wilhelm Heinrich Oelrichs war zu dieser Zeit noch immer Teilhaber der Firma, inzwischen gemeinsam mit G. C. Oelrichs, die Leitung lag jedoch in den Händen des Teilhabers Carl Friedrich Ludwig Hartlaub. Die Geschäftsbeziehungen zwischen Joh. Lange Sohn‛s Witwe & Co., die sich immer mehr auf die Reederei verlegten und auch an anderen deutschen Ostasienhandelshäusern wie beispielsweise Melchers & Co. in Hongkong beteiligten, und der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur blieben freundlich. 1886 versuchten Joh. Lange Sohn‘s Witwe & Co., deren Hauptgeschäft noch immer der Tabakimport aus Mittelamerika war, eine eigene Tabakplantage in der Provinz Asahan auf Sumatra zu etablieren, was jedoch am niederländischen Monopolanspruch scheiterte. Vgl.
Helfferich, Behn, Meyer & Co. / Arnold Otto Meyer, Bd. 1
, passim.
Frederick Huth & Co., LondonDie 1809 von dem aus Deutschland stammenden Johann Friedrich Andreas Huth (1777–1864) gegründete Firma Frederick Huth & Co. in London war zunächst im Handel tätig, entwickelte sich aber rasch zu einer international bedeutenden Merchant Bank, die an zahlreichen Handelsplätzen vertreten war. Huth nahm 1819 die britische Staatsbürgerschaft an und anglisierte seinen Namen zu John Frederick Andrew Huth. Vgl.
Chapman, Merchant Banking
, passim;
Llorca-Jana, Globalization of Merchant Banking
.
Siemssen & Co., Kanton / HongkongDas 1846 von Georg Theodor
Siemssen etablierte Handelshaus Siemssen & Co. in Kanton war nach Wm. Pustau & Co. sowie
Carlowitz, Harkort &
Co. die dritte deutsche Firmengründung in China überhaupt. Das Unternehmen wurde rasch in
der chinesischen
Küstenschifffahrt aktiv, denn die in Hamburg gebauten, für Siemssen
& Co. fahrenden Segelschiffe waren den traditionellen chinesischen Dschunken technisch
überlegen, vor allem weil sie gegen den Wind kreuzen konnten, und sie
profitierten zudem vom Versicherungsschutz europäischer
Gesellschaften. Siemssen & Co. arbeiteten anfangs besonders eng
mit Behn, Meyer & Co. in
Singapur sowie Metzendorff & Wilmans in Batavia zusammen, knüpften aber
rasch ein eigenes Handelsnetzwerk, das bis nach Siam und in die USA reichte. Neben einem rechtlich
eigenständigen Kontor in Fuzhou, das
sich unter dem Namen Siemssen & Co. Fuzhou dem Teehandel widmete, wurde 1855 eine Niederlassung in
Hongkong eröffnet, 1856
eine weitere in Shanghai. Da der
Standort Kanton mit dem Zweiten
Opiumkrieg weiter an Bedeutung verlor, wurde der Hauptsitz der
Firma 1858 nach Hongkong
verlagert. Im Jahr darauf kehrte der Firmengründer Georg Theodor Siemssen nach Hamburg zurück und etablierte dort
die Schwesterfirma G. T.
Siemssen, die sich den europäischen und amerikanischen
Geschäftsverbindungen widmete. In China entwickelte sich Nikolaus August Siebs, der seit 1864
für Siemssen & Co. tätig war und 1881 zum Teilhaber aufstieg, zur zentralen
Persönlichkeit des Unternehmens, das 1865 zu den Mitbegründern der Hongkong and Shanghai Banking
Corporation zählte, sich an der Hongkong & Whampoa Union Dock
Company beteiligte und sowohl im Handel wie im Shipping weiter
expandieren konnte. Weitere Konsortial- und Tochtergesellschaften sowie
eigene Niederlassungen wurden in Hankou, Xiamen, Ningbo sowie Tianjin und Qingdao etabliert. Mit dem Ersten Weltkrieg gingen sämtliche
Niederlassungen in China verloren.
Doch mit Hilfe der Hongkong
and Shanghai Banking Corporation gelang ein Neustart: Siemssen
& Co. erlebten in Zwischenkriegszeit sogar ihre bis dahin größten
geschäftlichen Erfolge, vor allem durch den Export deutscher Mascinen, etwa
der Firmen DEMAG, Deutz, Rheinmetall-Borsig, Orenstein & Koppel,
Junkers, Dynamit etc. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg knüpften Siemssen
& Co. bald wieder Geschäftsbeziehungen nach Ostasien an. Vgl. Ernst
Hieke, Über die Anfänge des deutschen Handels mit Ostindien. Das
hamburgische Handelshaus Ross, Vidal & Co. und die Vorgeschichte von
Siemssen & Co., unveröffentlichtes Manuskript, in: Staatsarchiv Hamburg (StAH), 622-1/506, 27;
Möring, Siemssen &
Co.
.
Carlowitz & Co., Kanton / ShanghaiNachdem Richard von Carlowitz und Bernhard Harkort beschlossen hatten, ihre gemeinsame Firma Carlowitz, Harkort & Co. in Kanton nach zehn Jahren nicht fortzusetzen, gründete Bernhard Harkort 1856 in Kanton sein eigenes Unternehmen, die Firma Harkort & Co., während die frühere gemeinsame Firma zu Carlowitz & Co. umfirmierte. Von den Beeinträchtigungen durch den Zweiten Opiumkrieg (1856–1860) erholte sie sich rasch. 1863 gewann Richard von Carlowitz den Kaufmann Gustav Hitzeroth als neuen Teilhaber. Hitzeroth übernahm die Geschäftsführung am Hauptsitz in Kanton, während die Leitung einer 1866 etablierten Niederlassung in Hongkong in die Hände des ebenfalls neu gewonnenen Teilhabers Theodor Eimbcke gelegt wurde. Richard von Carlowitz selbst zog sich 1871 nach Deutschland zurück. 1878 verlagerte die Firma ihren Hauptsitz nach Shanghai, wo sie schon im Jahr zuvor eine weitere Niederlassung eröffnet hatte, um von dort Verbindungen nach Nord-, Mittel- und Südamerika zu knüpfen. 1886 wurde eine Dependance in Hamburg eingerichtet. Die Firma Carlowitz & Co. entwickelte sich in den 1890er und 1900er Jahren zu einem der bedeutendsten deutschen Ostasienhandelshäuser, das 1906 durch Übernahme der Firma H. Mandl & Co. die Alleinvertretung der Friedr. Krupp AG in China übernahm, sich außerdem an Eisenbahn- und Bergbauprojekten beteiligte und um 1913 allein in China zwölf Niederlassungen unterhielt, die jeweils eigene Grundstücke mit Kontor-, Wohn- und Lagerhäusern, teils auch mit Trocknungs-, Reinigungs- und Verarbeitungsanlagen besaßen. Hinzu kamen drei Niederlassungen in Japan und eine in New York. Vgl.
Bohner, Von Dresden nach Kanton
;
Beutler, Carlowitz & Co.
;
Merker, Kampf um Chinas Bodenschätze
.
Börse von Bremen
Konsulat der Hansestadt Bremen
Beclan Bay [Bucht mit Hafen nahe Singapur]
Bremen
Hamburg
Europa; auch: Europe (englisch)
Ostasien; auch: East Indies (englisch), Indien, Ostindien, „Osten“Der Begriff Ostasien wird in der vorliegenden Edition in einem ganz weiten Sinne verstanden als Klammer für diejenigen Weltregionen, die für deutsche Kaufleute im langen 19. Jahrhundert auf Segel- und Dampfschiffen durch Umrundung des Kaps der Guten Hoffnung an der Südspitze Südafrikas oder - seit 1869 - nach Durchfahren des Suezkanals über den Indischen Ozean oder durch Umrundung der Südspitze Südamerikas über den Pazifik erreichbar waren. In den historischen Quellen synonym verwendet werden die Begriffe Indien, Ostindien oder einfach „Osten“.
Elbe
Harburg
Singapur, auch: Sincapore, Singapore
Bremerhaven
Akyab [Stadt in Britisch-Burma] (heute: Sittwe)
Russland; auch: Russia (englisch), Rußland
Osmanisches ReichDas 1299 begründete Osmanische Reich expandierte zunächst nach Europa, dann in den Nahen Osten, auf die arabische Halbinsel und ins nordöstliche Afrika, erlebte gegen Ende des 19. Jahrhunderts aber seinen Niedergang und wurde 1923 von der Republik Türkei als Nachfolgestaat abgelöst.
Frankreich
Großbritannien; auch: England, Great Britain, United Kingdom of Great Britain and Ireland, Vereinigtes Königreich Großbritannien und IrlandNach dem Zusammenschluss des 1707 gebildeten Königreichs Großbritannien mit dem nur noch formell selbständigen Irland im Jahr 1801 lautete die offizielle Staatsbezeichnung Großbritanniens bis 1927 Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland. Das Staatsgebiet umfasste auf den Britischen Inseln die vier Landesteile England, Wales, Schottland und Irland, hinzu kamen abhängige Territorien auf allen Kontinenten, deren größte Ausdehnung 1922 erreicht war. 1927, mit der Bildung des Irischen Freistaats, wurde die offizielle Staatsbezeichnung verändert zu Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland.
Melbourne [Stadt in Australien]
HansestädteMit dem Sammelbegriff Hansestädte sind im 19. Jahrhundert in der Regel die drei norddeutschen Hansestädte Hamburg, Bremen und Lübeck gemeint.
Shanghai (Pinyin) [Stadt in China]; auch: Schanghai, Shang-hae, Shang-hai, Shanghae, Shanhay
China; auch: chinesisches Kaiserreich, chinesisches Reich, chinesische Republik, Reich der Mitte
Batavia [Stadt auf der Insel Java]
Surabaya [Stadt auf der Insel Java]; auch: Soerabaiya, Soerabaya, Sourabay, Sourabaya
IndienDie geographische Bezeichnung Indien wurde im 18. und langen 19. Jahrhundert zum einen nahezu synonym verwendet für das unter britischer Vorherrschaft stehende Britisch-Indien, zum anderen wurde sie von Europäern auch genutzt, wenn die Länder Ostasiens insgesamt gemeint waren.
Vegesack [Ort bei Bremen]
Meyer, Arnold OttoArnold Otto MeyerKaufmann, Kunstsammler und Mäzen11755570301.09.182512.03.1913Arnold Otto Meyer absolvierte eine kaufmännische Lehre bei Burmester & Stavenhagen in Hamburg, ging nach New York und trat in die von Theodor August Behn und seinem älteren Bruder Valentin Lorenz Meyer 1840 gegründete Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur ein, denn Valentin Lorenz Meyer wollte sich zurückziehen. Von 1851 bis 1900 war Arnold Otto Meyer Teilhaber des Unternehmens. 1857 kehrte er zurück nach Hamburg, wo er seine eigene Firma Arnold Otto Meyer gründete, die die Vertretung von Behn, Meyer & Co. in Europa übernehmen sollte. Um die Folgen der Weltwirtschaftskrise von 1857 zu überwinden, kehrte Arnold Otto Meyer im September 1862 jedoch nochmals für einige Jahre nach Singapur zurück unbd benannte Johannes Mooyer als seinen Bevollmächtigten in Hamburg. In Singapur übernahm Arnold Otto Meyer das Amt des Konsuls der Hansestadt Hamburg
bzw. des Konsuls der Hansestädte Hamburg, Bremen und Lübeck
. Als Teilhaber und führender Kopf der Firma Arnold Otto Meyer verlagerte sich der Schwerpunkt seiner Tätigkeit danach auf Hamburg, Deutschland und Europa. 1899 zog er sich als Teilhaber von Arnold Otto Meyer zurück, blieb aber bis zu seinem Tod stiller Gesellschafter. In Hamburg betätigte er sich auch als Kunstsammler und Mäzen. Vgl.
Gossler, „Meyer, Arnold Otto“
;
Helfferich, Behn, Meyer & Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 1
;
Helfferich, Behn, Meyer & Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 2
.
Behn, Theodor AugustTheodor August Behn (August Behn)Kaufmann, Konsul11610978523.12.181605.06.1886August Behn verlor noch als Kind beide Eltern und wuchs bei entfernten Verwandten in Harburg auf. Seine gesetzlichen Vormünder ermöglichten ihm den Besuch einer bei Hamburger Kaufleuten beliebten Privatschule in Hamburg, wo er von 1828 bis 1833 in Pension unterkam. Hier lernte er u. a. seinen späteren Geschäftspartner Valentin Lorenz Meyer kennen. Nach einer kaufmännischen Lehre bei der Firma Gorrissen & Lutze in Hamburg wechselte er als erster Commis zum Handelshaus Joh. Lange Sohn‛s Witwe & Co. in Bremen, das ihn Ende 1838 als Supercargo des Segelschiffs Heloise nach Ostasien entsandte. Gemeinsam mit Valentin Lorenz Meyer gründete er die Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur, die sich zu einem bedeutenden Handelshaus entwickelte. Nach dem Ausscheiden Valentin Lorenz Meyers Ende 1849 führte August Behn die Firma gemeinsam mit Friedrich Albert Schreiber und Arnold Otto Meyer fort. 1852 entschloss er sich, nach Europa zurückzukehren und gründete noch im selben Jahr die Firma August Behn in Hamburg, die als Reederei tätig wurde und in den 1860er Jahren über zehn eigene Schiffe verfügte. 1856 schied August Behn als Teilhaber aus der Firma Behn, Meyer & Co. in Singapur aus, blieb aber mit ihren Teilhabern in enger Verbindung. August Behn war insgesamt dreimal verheiratet und Vater von 15 Kindern. Vgl.
Gossler, „Behn, Theodor August“
;
Helfferich, Behn, Meyer & Co./Arnold Otto Meyer, Bd. 1
.
Gorrissen, J.J. Gorrissen
Hogg, WilliamWiiliam HoggKaufmann, KonsulDer Brite William Hogg von der Firma Lindsay & Co. in Shanghai amtierte seit den frühen 1850er Jahren als Konsul der Hansestadt Hamburg in Shanghai und wurde 1855 zum Konsul der Hansestädte Lübeck, Bremen und Hamburg (Hanseatischer Konsul) in Shanghai berufen. Er versah sein Amt sehr zuverlässig, hielt sich aber schon seit Ende 1854 für längere Zeit in Großbritannien auf und schlug deshalb seinen Bruder James Hogg, der ebenfalls für Lindsay & Co. in Shanghai tätig war, als Vertreter vor. Zum Leidwesen der deutschen Kaufleute nahm James Hogg seine Aufgaben jedoch nicht sehr ernst, sondern kümmerte sich vor allem um seine eigenen Geschäfte und die Angelegenheiten seiner britischen Landsleute. Der Hamburger Senat ernannte deshalb bereits im Dezember 1859 den aus Hamburg stammenden deutschen Kaufmann Rudolph Heinsen, der die Filiale Shanghai der Firma Siemssen & Co. leitete, zum Nachfolger von William Hogg. Bremen zögerte zunächst, zog im Februar 1861 aber nach. Vgl.
Herold, Vertretung Bremens in Shanghai
, S. 78–80, 82, 138;
Becker, Merchant-Consuls
, S. 343, 345f.
Heinsen, RudolphRudolph HeinsenKaufmann, KonsulRudolph Heinsen, der für das Handelshaus Siemssen & Co. in Shanghai tätig war, seit 1856 als Leiter der dortigen Niederlassung mit Prokura ausgestattet, seit Dezember 1859 dann als Teilhaber, trat dafür ein, die Geschäfte nach Japan auszuweiten. 1859 wurde er zum Konsul der Hansestadt Hamburg in Shanghai berufen, im April 1862 zum Konsul der Hansestädte Lübeck, Bremen und Hamburg (Hanseatischer Konsul). Nachdem sich die Hansestädte im Sommer 1867 dem Norddeutschen Bund angeschlossen hatten, übergab Heinsen das Hanseatische Konsulat im Herbst 1868 an den preußischen Generalkonsul in Shanghai, damit es mit den Konsulaten der anderen deutschen Staaten zu einem Konsulat des Norddeutschen Bundes zusammengeführt werden konnte. Vgl.
Möring, Siemssen & Co.
, S. 35f.;
Herold, Vertretung Bremens in Shanghai
, S. 78–80, 82.
Quentell, Friedrich LeoFriedrich Leo QuentellKaufmann13681185X17791852Der Bremer Kaufmann Friedrich Leo Quentell war mit der von ihm gegründeten Firma Friedrich Leo Quentell & Co. zunächst vor allem im transatlantischen Handel, nicht zuletzt im Sklavenhandel tätig. Unter der Leitung seiner beiden Söhne wandte sich das Unternehmen im 19. Jahrhundert dem Ostasienhandel zu. Vgl.
Rössler, Bremer Kaufleute
, S. 83, 93, 104.
Meier, Hermann Henrich, jun.Hermann Henrich Meier jun.Kaufmann, Reeder, Politiker11755443X16.10.180917.11.1898Hermann Henrich Meier jun. durchlief eine kaufmännische Ausbildung in der von seinem Vater gegründeten Firma H. H. Meier & Co. in Bremen, für die er anschließend als Repräsentant nach Boston ging. Zurück in Bremen, begann er sich politisch zu engagieren, u. a. seit 1849 als Mitglieder der Bremischen Bürgerschaft für die Förderung der Dampfschifffahrt. 1856 zählte er zu den Mitbegründern der Bremer Bank, 1857 war er die treibende Kraft für die Gründung des Norddeutschen Lloyds. Vgl.
Hardegen/Smidt, H. H. Meier
;
Duensing, „Meier, Hermann Henrich“
;
Wixforth, Hermann Henrich Meier
.
Pavenstedt, EdmundEdmund PavenstedtKaufmann18101891Edmund Pavenstedt war ein Bremer Kaufmann, der - wie Emil Pavenstedt - gute Verbindungen nach New York besaß. Dort hatten die Firmen E. Pavenstedt & Co. sowie Pavenstedt & Schumacher ihren Sitz, die den Verkauf von Tee aus China vornahmen, der ihnen u. a. von der Firma Siemssen & Co. geliefert wurde. Vgl.
Helfferich, Behn, Meyer & Co. / Arnold Otto Meyer, Bd. 1
, S. 94;
Möring, Siemssen & Co.
, S. 42.
Treviranus, Georg GottfriedGeorg Gottfried TreviranusPastor11741682712.01.178822.08.1868Georg Gottfried Treviranus war 1855 als evangelischer Pastor Primarius an der Kirche St. Martini in Bremen tätig. Er gilt als Vertreter der bremischen Erweckungsbewegung und zählt zu den Mitbegründer der Inneren Mission.
A. & Meline
Wester
Caesar
Teilhaber; auch: Ahsocié, Associé, Gesellschafter, Partner, Theilhaber, Theilnehmer
InhaberDer Inhaber eines Unternehmens ist im Gegensatz zum Teilhaber eines
Unternehmens dessen alleiniger Eigentümer.
Associé; auch: Ahsocié, Associe s. auch Teilhaber
Der aus dem Französischen stammende Begriff „associé“ steht für einen geschäftlichen Teilhaber.
Buchhaltung; auch: Buchführung, Rechnungswesen
Zahlung; auch: Auszahlung, Barzahlung, Bezahlung, Disbursement, Einzahlung, Geldüberweisung. Giro Verkehr, payment (englisch), Rückzahlung, Vorausbezahlung, Zahlungsanweisung, Zahlungsausfall, Zahlungsbedingungen, Zahlungsbereitschaft, Zahlungsmethode, Zahlungsmodus, Zahlungsschwierigkeit, Zahlungsverkehr, Zahlungsverweigerung, Zahlungsverzögerung
Bankier; auch: banker (englisch), Banquier, merchant banker (englisch), Privatbankier
Qualität; auch: Güte, Produktqualität, Qualitätsgarantie
Trassierungskredit; auch: Trassierungscredit, Trassirungen, TrassirungscreditEin Kredit, der sich auf Tratten stützt, wird als Trassierungskredit bezeichnet.
Pound Sterling [Währungseinheit]; auch: £, £ st., l., Pfund Englisch, Pfund SterlingDas britische Pound Sterling, üblicherweise abgekürzt mit dem Zeichen £, unterteilt sich in shilling, abgekürzt s oder sh, und pence, abgekürzt d (für „denarius“). Ein Pound Sterling entspricht dabei 20 shilling oder 240 pence (1 shilling = 12 pence).
Kredit; auch: Anleihen an dritte Personen, Ausleihung von Geldern, Blanco Credit, Credit, credit (englisch), Darlehen, Kreditgeschäft
Tratte s. auch Wechsel
Der finanztechnische Fachbegriff „Tratte“ bezeichnet einen Wechsel, der vom Wechselaussteller (auch Trassant genannt) gezogen, also mit einer unbedingten Zahlungsanweisung auf einen bestimmten Bezogenen (auch Trassat genannt) versehen und in Umlauf gesetzt, von diesem Bezogenen aber noch nicht akzeptiert wurde. Erst mit seiner Unterschrift, dem so genannten Akzept, erkennt der Bezogene die Zahlungsverpflichtung verbindlich an, sodass der Wechsel von einer Tratte zu einem Akzeptwechsel mit einer bestimmten Laufzeit bis zur Zahlung wird. Mit Hilfe von Tratten können also so genannte Trassierungskredite gewährt werden, deren Laufzeit mit dem Akzept des Bezogenen beginnt. - Grundsätzlich von der Tratte zu unterscheiden ist der „Solawechsel“, mit dem der Aussteller selbst ein Zahlungsversprechen abgibt, entweder für einen bestimmten Termin oder bei Sicht.
Wechsel; auch: bill (englisch), draft (englisch), Solawechsel, Tratte, WechselverkehrDer Wechsel ist ein Wertpapier, bei dem grundsätzlich zwischen einem Solawechsel und einer Tratte zu unterscheiden ist.
Geld; auch: Baares, Geldmittel, Kassa-System, money (englisch), Verkehrsmittel, Zahlungsmittel
Reederei; auch: Rederei, Rhederei
Tabak; auch: Rohtabak, Taback
Rechnung; auch: account (englisch), Factur, Factura, Faktur
Preis; auch: Außenhandelspreis, Bruttopreis, Einkaufspreis, Facturapreis, Kaufpreis, Listpreis, Preisentwicklung, Preisverfall, price (englisch), Selbstkostenpreis, value (englisch), Verkaufspreis, Waarenwerth, Weerth, Wert, Werthbemessung
Konsum; auch: Consumption, Consumtion, Konsument, Verbrauch, Verbraucher
Krimkrieg (1853–1856)Im Krimkrieg von 1853 bis 1856 standen sich Russland und das geschwächte Osmanische Reich gegenüber, das jedoch von Frankreich, Großbritannien und Sardinien unterstützt wurde, um eine stärkere Expansion Russlands in Europa zu verhindern. Der mit moderner Waffentechnik und großen menschlichen Verlusten geführte Krieg wurde nicht nur auf der Krim, sondern u. a. auch in der Ostsee ausgetragen, endete mit einer russischen Niederlage und erschütterte das Gleichgewicht der fünf Großmächte in Europa schwer, denn Russland geriet nun in die Isolation. Auch Österreich war indirekt in den Krieg involviert gewesen, nur Preußen hatte sich neutral verhalten. - Vgl. die Gesamtdarstellung:
Figes, Crimean War
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Flaschen; auch: Korbflaschen
Konsulatswesen; auch: Consularsystem
Konsul der Hansestädte Hamburg, Bremen und Lübeck (Hanseatischer Konsul)
Briten; auch: British (englisch), Britons (englisch), Engländer, English (englisch), Englishmen (englisch)
Konsul der Hansestadt Hamburg
Investor; auch: Capitalist, Financier, Kapitalist
à; auch: à rata, pro rataDie aus dem Französischen stammende Präposition „à“, die mit „je nach Verhältnis“ ins Deutsche zu übersetzen ist, wird zur Bezeichnung von Relationen genutzt, etwa für „3 Stück à 1 Kilogramm“.
Versicherung; auch: Assecuranz, insurance (englisch), policy (englisch), Versicherungsgesellschaft, Versicherungspolice, premium (englisch), Versicherungsprämie, Versicherungswesen